Schwerpunkte

Inklusion ist ein Menschenrecht,
und heißt wörtlich übersetzt Zugehörigkeit,
also das Gegenteil von Ausgrenzung.
Wenn jeder Mensch - mit oder ohne Behinderung -
überall dabei sein kann, im Kindergarten,
in der Schule, am Arbeitsplatz, im Wohnviertel,
in der Freizeit, dann ist das gelungene Inklusion.

Erst unsere persönliche Haltung macht inklusive Arbeit möglich. Gelebter inklusiver Alltag bedeutet, dem Leben Vielfalt zu schenken. Kinder mit besonderen Bedürfnissen sollen nicht ausgesondert werden, sondern vielmehr ins Gruppengeschehen eingebunden werden. Die Kinder sollen Gemeinschaft erleben in der Fülle der Verschiedenheit. Diese Vielfältigkeit macht das Leben bunt. Inklusion geht vom Recht aller Menschen auf gemeinsame Teilhabe am gesellschaftlichen Leben aus.

Individuelle Förderung entsprechend des Alters und der Stärken der Kinder

Unsere Einrichtung bietet für die Kinder in ihrem letzten Kindergartenjahr gruppenübergreifend eine spezielle Vorbereitung für die Schule an.

Ziele:

  1. Methoden des Lernens vermitteln: Lernen zu lernen!
  2. Freude und Motivation wecken
  3. Konzentration fördern
  4. Neugierde wecken
  5. Selbstwertgefühl wecken- angemessen mit Niederlagen umgehen
  6. Regeln einhalten
  7. Selbstständigkeit fördern und stärken

Umsetzung:

  1. Arbeit in Kleingruppen ( gruppenübergreifend ) nach individuellen Entwicklungsstand
  2. Strukturierter Arbeitsablauf

Ablauf:

  1. Begrüßung
  2. Entspannung
  3. Arbeitsphase
  4. Bewegungsspiel
  5. Kimspiel
  6. Abschluss- z.B. Lied

Themen:

  1. Sinneswahrnehmung
  2. Sprachentwicklung- Bisc- Testung (Bielefelder Screening)
  3. Mathematisch- logisches Denken, Zahlenland nach Prof. Preiß
  4. Kognitive Entwicklung
  5. Verkehrserziehung
  6. Aktionen außerhalb der Kita z.B. Besuch bei der Feuerwehr, Polizei

Sprachförderung

Sprache ist der Schlüssel zur Welt. Mit ihr erschließt sich ein Kind Zusammenhänge, kann nachfragen und seine eigenen Gedanken und Erfahrungen ergänzen und sich so die Welt erschließen. Eigentlich ist es immer wieder ein kleines Wunder, dass viele Kinder ohne große Mühe sprechen lernen. Vor allem dann, wenn man sich klarmacht, welche Leistungen damit verbunden sind. Insbesondere in der frühen Kindheit steht die allgemeine körperliche Entwicklung in sehr engem Zusammenhang mit der sprachlichen Entwicklung. Eine alltagsintegrierte Sprachförderung, findet ständig statt, z.B. bei Fingerspielen, Bilderbuchbetrachtungen, beim Singen, beim Spielen. Die Entwicklung der Sprache nimmt im Kindergartenalter einen grundlegenden Stellenwert ein. Sprachförderung ist vor allem Beziehungsarbeit. Das braucht viele Worte, Nähe und Wiederholungen. Erwachsene müssen Kindern einen Rahmen geben, Vorbild sein. Vor allem aber muss man viel reden, Sprachanreize schaffen. Sprachförderung muss eingebettet sein in den Alltag.

Psychomotorik - Bewegungsförderung

In den letzten Jahren haben sich Mitarbeiter in diesem Bereich fortgebildet und bieten diese spezielle Bewegungsförderung auch immer wieder im Vormittagsprogramm an. Bei Verhaltensauffälligkeiten oder mangelnder sozialer Kompetenz ist dies eine gute Unterstützung für das Kind. Auch bei unseren integrativ betreuten Kindern wird diese Bewegungsförderung angeboten.

Soziale- und emotionale Erziehung

Jeder Mensch hat emotionale Grundbedürfnisse, wie z.B. Geborgenheit, Sicherheit und Anerkennung. Die Erfüllung dieser Bedürfnisse ist Voraussetzung dafür, dass das Kind Interesse für seine Umwelt entwickelt und neue Bindungen zu anderen Menschen eingehen kann. Das Kind wird im Alltag der Kindertagesstätte täglich mit sozialen Situationen konfrontiert. So erlebt es z.B., dass es teilen und Kompromisse schließen muss, aber auch dass es sich durchsetzen und manchmal nachgeben muss. In diesen Situationen erlebt es vielfältige Emotionen, wie z.B. Traurigkeit, Wut, aber auch, Freude, mit denen es lernen muss umzugehen. Sich in einer Gruppe von Kindern zu Recht zu finden und sich mit Erwachsenen auseinander zu setzten bringt viele neue Erfahrungen und Lernprozesse mit sich. Unsere Aufgabe ist es dabei, gleichzeitig Vorbild, aber auch Entwicklungsbegleiterin zu sein. Den Kindern helfen Beziehungen einzugehen, aber auch aufrecht zu erhalten. Mit Wut und Angst angemessen umzugehen und Konflikte konstruktiv zu lösen.

Naturpädagogik

Wie selbstverständlich und häufig sind Walderfahrungen für Kinder unserer Zeit wirklich? Regelmäßig gehen wir mit den Kindern in den Wald, auch wenn das Wetter mal nicht so schön und einladend ist. Die Kinder erleben intensiv den Wechsel der Jahreszeiten mit. Naturerfahrungen und Umweltbildung gehören für Kinder zum Lebensalltag und fördern nachhaltig eine sinnerfüllte Lebenseinstellung, die mit Büchern oder Fernsehen nicht zu erreichen ist. Im Wald wirkt sich die vermehrte grobmotorische Bewegung der Kinder deutlich positiv auf die Körpersicherheit aus. Intensive Naturbeobachtungen fordern ebenso einen kreativen Sprachgebrauch heraus. Die Naturmaterialien, die im Wald in Fülle allen Kindern zur Verfügung stehen, fordern zum fantasievollen Umgang heraus. Die eigene Fantasie ist gefragt. Das Erleben im Wald, das eigenständige Entdecken und Begreifen lässt die Kinder eine liebevolle Beziehung zur Natur aufbauen.

Neben den Walderfahrungen lernen sogar auch schon unsere kleinsten Kinder wie man ein Gemüsebeet anlegt und vor allem, was aus dem Pflänzchen wird. Vor unserer Haustür befindet sich ein Hochbeet, welches liebevoll von den Kindern und einigen Erzieherinnen jedes Jahr neu angelegt wird. In der Erntezeit profitieren dann alle Kinder der Einrichtung von dem Hochbeet, nämlich wenn es um das Probieren geht. Dann können alle die vielen Gemüse- und Kräutersorten probieren.

Bewegungserziehung

Nicht unterschätzt werden darf der ungeheure Bewegungsdrang der Kinder. Sie toben sich am liebsten mit Rollern, Dreirädern oder anderen Fortbewegungsmitteln aus und das Ganze noch in freier Natur. All das ist möglich, denn unser Kindergarten verfügt über ein großes Außengelände, wo die Kinder ihren Bewegungsdrang ausleben können. Auch ein Turnraum mit verschiedenen Turngeräten steht den Kindern zur Verfügung. Dort finden sowohl angeleitete Angebote statt, aber auch individuelles Freispiel, wo die Kinder ihrer Fantasie freien Lauf lassen können.